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Madagaskar

 

Zahlen und Fakten 
Fläche: 587.041 km²
Einwohner: 19,5 Mio.
Hauptstadt: Antananarivo
Amtssprache: Malagasy und Französisch
Währung: Ariary
Zeitzone: MEZ +2 Stunden

Geografie
Länge: 1583 km
Breite: 583 km
Höchste Erhebung: Maromokotro 2.87
6 m

Koordinaten:
42 – 51 östlicher Länge; 12 – 26 südlicher Breite. Ca. 400 km östlich vom afrikanischen Festland.

Geschichte
Besiedelung startet ca. im 1. Jahrtausend n. Chr. Durch indonesische Seefahrer und
Araber. Afikaner vom Festland kamen in Folge der durch die von den Arabern betriebene Sklavenhandel und in verschiedenen Einwanderungswellen.

Kolonialisierung
Im 16. Jh. versuchten neben Portugiesen auch Holländer, Engländer und Franzosen die größte Insel im Indischen Ozean zu kolonialisieren. Auf Grund der widrigen klimatischen Bedingungen scheiterten die Versuche bis ins 19. Jh. hinein.  Sie beschränkten sich darauf  Handelsstationen aufzubauen.

1895 wurde Madagaskar französisches Protektorat und ein Jahr später französische Kolonie. Die Unterwerfung der verschiedenen Volksgruppen wurde 1904 gewaltsam erzwungen.

Politik
Am 26.6.1960 wurde Madagaskar unabhängig. Nach einer sozialdemokratischen Regierungszeit und teilweise schweren Unruhen wurde Mitte der 70iger Jahre ein sozialistischer Kurs ein. Immer wieder gab es Unruhen. Anfang der 90iger Jahre einigte sich die Regierungspartei mit der Opposition auf eine Verfassung. Damit war der Weg zu einem marktwirtschaftlichen System vorbereitet.

 

Die Flora und Fauna Madagaskars ist zu 80% edemisch. Das bedeutet, daß die meisten Pflanzen und Tiere Madagaskars nur auf dieser Insel im Indischen Ozean vorkommen. Bei den Tieren sind sicherlich die verschiedenen Lemurenarten am bekanntesten (siehe Bild).
Diese Einzigartigkeit verdankt Madagaskar seiner geographischen Lage. Nur von Wasser umgeben konnte sich dieses Naturparadies, als geschlossenes ökologisches System entwickeln.
Mit der Besiedelung lebten die Ureinwohner, wie in allen anderen Teile der Welt, in und von der Natur. Nach der Kolonialisierung, begann auch der Raubbau an der Natur. Die Menschen gründeten Siedlungen und benötigten Flächen für den Ackerbau. Mit dem immer größeren Bedarf z.B. von Holz wurden die Lebensräume der Tiere nach und nach eingeschränkt. Auch der Abbau von Bodenschätzen und die "Industriealisierung" trugen zu einer immer größeren Reduzierung des natürlichen Lebensraumes für die einizartige Tierwelt bei.


Heute sind nur noch ca. 10% des ursprünglichen Waldbestandes noch erhalten. In gegründeten Nationalparks versuchen private Umweltschutzorganisationen und staatliche Stellen diese wertvollen Naturreservate zu erhalten und vor der weiteren Zerstörung zu bewahren. Mit der wachsenden Bedeutung des Tourismus, wächst in kleinen Schritten auch das Bewußtsein für eine intakte Natur.